Profil und Entwicklung

Wir verstehen uns als Glied der einen Kirche Jesu Christi, die an einem kleinen ĂŒberschaubaren Ort von Gott zu einer Gemeinde zusammengerufen worden sind, um etwas von der Botschaft Gottes zu leben und zu bezeugen.

Als Institution sehen wir uns in weltweiten, europĂ€ischen, spezifisch deutschen und kommunalen ZusammenhĂ€ngen. Diese Kontexte prĂ€gen uns stĂ€rker als wir sie prĂ€gen. Sie ĂŒben wirtschaftliche, ideelle und kulturelle EinflĂŒsse auf uns auf.

An unserem Ort im Falkenhagener Feld nehmen wir widersprĂŒchliche VerĂ€nderungen wahr. Es gibt ein gut funktionierendes Netzwerk von Hilfsstellen, doch insgesamt wird die Sozial- und Bildungsstruktur immer schwieriger. Die NĂ€he der Ev. Jeremia-Kirchengemeinde stellt eine besondere Anfrage an unsere Existenz als Ev. Zufluchtskirchengemeinde dar. Wir selbst leisten hochqualifizierte Arbeit und erreichen doch nur eine kleine Zahl von Menschen.

Mit folgenden Arbeitsschwerpunkten wollen wir als Gemeinde in den kommenden fĂŒnf Jahren fĂŒr die Menschen im Falkenhagener Feld da sein:

1. Das geistliche Angebot soll weiterentwickelt werden. Nach lÀngerer Zeit der Vakanz wollen wir neu fragen, welche Formen des geistlichen Lebens den Erwartungen der Gemeindeglieder entsprechen.

2. Die Teilzeit-KindertagesstĂ€tte ist als Integrations-KindertagesstĂ€tte einzig hier in der Region. Sie ist in der Umgebung und auch auf Bezirksebene sehr nachgefragt und ein zentraler Teil unseres Gemeindelebens. Deshalb streben wir ihre Umwandlung in eine Vollzeit-Kita mit einer deutlichen Erweiterung der Zahl der PlĂ€tze und einer VergrĂ¶ĂŸerung der FlĂ€che an. Zur Weiterentwicklung der KiTa gehört auch unsere ErwĂ€gung, sie im Gemeindehaus anders zu platzieren.

3. Mit den FuN-Kursen („Familie und Nachbarschaft“) tragen wir zur Bildung von Kindern und ihren Familien bei. Mitarbeitende von Gemeinde, KindertagesstĂ€tte und Kirchenkreis leisten in diesen Kursen wichtige und qualifizierte Arbeit angesichts der Tatsache, dass es einen erheblichen neuen Lernbedarf an gelingender familiĂ€rer und nachbarschaftlicher Kommunikation gibt. Hier sehen wir ein wichtiges zukĂŒnftiges BetĂ€tigungsfeld, aus dem auch ein Angebot an Nachhilfe- oder Hausaufgabenhilfe erwachsen soll.

4. Die Seniorenarbeit gehört zum Schwerpunkt unseres Gemeindelebens. Viele verschiedene Gemeindekreise sind gegenwĂ€rtig fĂŒr Ă€ltere Menschen attraktiv und anziehend. Die NĂ€he des Gemeindezentrums bietet ihnen kurze Wege in vertrauter Umgebung. Viele Ältere lassen sich auch zu Unternehmungen des Kirchenkreises motivieren. Da die Tendenz zur Überalterung im Kiez zunimmt, liegt auch hier ein Arbeitsfeld vor uns, das fĂŒr den Kiez unerlĂ€sslich ist.

5. Zu einem neuen und gewichtigen Arbeitszweig ist die Kleiderkammer „Hemd und Hose“ geworden. Leider zeigt sich ein wachsender Bedarf an solch einer Einrichtung. Die ehrenamtlich Engagierten realisieren mit der Kleiderkammer einen Teil der sozialen Gemeindeverantwortung. Zugleich ist hier ein wesentlicher Kommunikationsort fĂŒr den Kiez entstanden.

6. Im Falkenhagener Feld gibt es nicht sehr viele kulturelle Angebote. Neben der Konzertreihe, die seit langem besteht und gemeinsam mit der Ev. Jeremia-Kirchengemeinde durchgefĂŒhrt wird, suchen wir nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten. Wir möchten ein Mosaikstein im kulturellen Leben des Falkenhagener Feldes sein.

7. In diesen Zusammenhang gehört auch die Idee des Gemeinde-CafĂ©s. Mitten auf dem „Dorfplatz“ und direkt am Glockenturm gelegen, haben wir einen Raum, der zu einem Kieztreffpunkt entwickelt werden soll. Die Gemeinde wĂŒnscht sich einen solchen Kommunikationspunkt im Kiez sehr. Dieses Bestreben wird auch vom Quartiersmanagment ausdrĂŒcklich unterstĂŒtzt.

8. …

9. Die Gemeinde möchte ein offener Ort fĂŒr viele sein. Wir verfĂŒgen ĂŒber ein großes Raum-Potential, das von allen Interessierten genutzt werden kann, die sich in den Rahmen der biblischen Botschaft, fĂŒr die das markante Gemeindezentrum steht, einfĂŒgen.

Der GKR und die Mitarbeitenden der Ev. Zufluchtskirchengemeinde    |    MÀrz 2013