Geschichte der Gemeinde

Nach dem 2. Weltkrieg wurden viele FlĂĽchtlinge in einem Barackenlager auf dem Friedhof „In den Kisseln“ untergebracht. Aus dieser Notgemeinschaft entstand eine neue Gemeinde, die sich „Ev. Zuflucht-Gemeinde“ nannte. Ihre besondere Aufgabe bestand darin, den hier Gestrandeten Zuflucht und Beistand zu geben angesichts von  Entwurzelung, Einsamkeit und traumatischen Kriegs- und FlĂĽchtlingsschicksalen.

Beim Wohnungsneubau auf dem Falkenhagener Feld in den 60er Jahren wurde auch ein evangelisches Gemeindezentrum errichtet, dessen Kirche die Form eines Zeltes  hat. Der Architekt des eigenwilligen Gebäudes ist Bodo Fleischer (1930-2013), ein Schüler des legendären Erbauers der Berliner Philharmonie,  Hans Scharoun.

Zeugnisse und Dokumente ĂĽber das Gemeindeleben befinden sich in unserem Gemeindearchiv. Näheres ist auch in unserer BroschĂĽre „60 Jahre Zuflucht. 1952-2012“ zu erfahren.

Im Jahr 2014 wurden in dem Band „Beton und Glaube“ Berliner Kirchenbauten dokumentiert, die nach dem 2. Weltkrieg in Westberlin in architektonischer Experimentierfreiheit entstanden und von groĂźer Faszination sind. Viele dieser Gebäude sind heute in ihrem Erhalt bedroht. Auch das  multifunktionale Gemeindezentrum der Ev. Zufluchtskirchengemeinde gehört dazu („Beton und Glaube“, S.100-103)